CAFM-Zahl der Woche: 5

Die CAFM-Zahl der Woche ist die 5 – für die fünf Forderungen zu BIM, die Laura Lammel aufgestellt hat

Die CAFM-Zahl der Woche ist die 5 – für die fünf Forderungen zu BIM, die Laura Lammel aufgestellt hat



CAFM-NEWS – Die CAFM-Zahl dieser Woche ist die 5. Nicht als Schulnote für die CAFM-Zahl der Woche und auch nicht als Bewertung für andere Aspekte von CAFM, FM oder BIM. Sondern für die 5 Forderungen zu BIM, die Laura Lammel aufgestellt hat. Sie ist übrigens Diplom-Ingenieurin, Kooptions-Mitglied des ZDB-Vorstands und stellvertretene Obermeisterin der Baugewerbe-Innung München

Lammel hat ihre Forderungen im Rahmen des Deutschen Obermeistertages im November in Berlin aufgestellt und auf baulinks.de veröffentlicht. Sie liefert in dem Statement ein Round-up des derzeitigen Status-quo, der eher ein Status-quo-vadis zu sein scheint:

Der Netzausbau hinkt und ermöglicht trotz LTE außerhalb der Ballungsgebiete Datendurchsatz in gefühlt händisch zählbaren Einheiten.

Auch die Ausstattung von leitenden Mitarbeitern auf Baustellen mit passenden Smartphones oder gar Tablets ist eher Wunschdenken als Realität, insbesondere außerhalb der Großstädte.

Es fehlen verbindliche Standards und allgemeine Akzeptanz, ganz zu schweigen von Kompetenzen an entscheidenden Stellen.

Und Digitalisierung der Bauwirtschaft ist gleichbedeutend mit der Digitalisierung einer kompletten Wertschöpfungskette. Was bedeutet, dass diverse Protagonisten am selben Strang ziehen müssen – und in die selbe Richtung. Dafür sind einheitliche und verbindliche Regelungen nötig, mit einem kompetenten Staat als regelnde Kraft.

An die staatlichen Stellen richten sich daher auch die fünf Forderungen von Lammel:

  1. Die Bundesregierung muss dazu beitragen, dass unsere mittelständische Bauwirtschaft durch die Digitalisierung effizienter und leistungsfähiger wird. Unterstützung in diesem Prozess ist sehr willkommen.
  2. Der Grundsatz der Trennung von Planen und Bauen muss auch in Zeiten von Digitalisierung und BIM beibehalten werden.
  3. Die rechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere das Vergaberecht mit dem Vorrang der Fach- und Teillosvergabe, müssen erhalten bleiben.
  4. Bund und Länder müssen gemeinsam Standards, Normen und Richtlinien sicherstellen, die kompatibel, neutral und vernetzbar sind.
  5. Die öffentliche Hand muss selbst BIM-Kompetenz aufbauen, bevor Unternehmen gezwungen werden, nach BIM zu bauen.

Interessant ist mit Blick auf diese Forderungen auch das Fazit, das Lammel mit Blick auf ihrer täglichen Fachpraxis zieht. Es lautet:

Der Stufenplan BIM des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVi) ist ohne entsprechende eigene Kompetenz nicht sinnvoll.

Was wäre noch zu ergänzen?





Kennen Sie auch eine CAFM-Zahl, die Sie vorschlagen möchten? Schreiben Sie uns Ihre Zahl einfach in das Kommentarfeld unter diesem Artikel!



Abbildungen: CAFM-News




Die CAFM-News präsentieren die Zahl der Woche in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Maschinenbau und Facilities Management der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen und ihrem Dozenten Ralf Rieckhof, im Hauptberuf Consultant und Leiter Marketing bei Pit-Cup.


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