Automation erfordert umlernen und bringt neue Jobs

Die Veränderungen der Arbeitswelt fordern mehr Beweglichkeit bei allen Akteuren und bieten besser bezahlte Jobs

Die Veränderungen der Arbeitswelt fordern mehr Beweglichkeit bei allen Akteuren und bieten besser bezahlte Jobs



CAFM-NEWS – Wir brauchen neue Jobs – und viele müssen umlernen. Darauf deutet eine aktuelle Studie hin, die das McKinsey Global Institut e (MGI) veröffentlicht hat. Die gute Nachricht: Durch Automation wird die Zahl der beschäftigen in den Augen der Unternehmen nicht abnehmen, sondern ihr Niveau halten – oder sogar noch wachsen.

Automation und künstliche Intelligenz ändern die Arbeitswelt, so die sechs Autoren von McKinsey. Sie haben Unternehmen unter anderem in den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland befragt.

Unter anderem zeigen die Untersuchungen, dass Automation Arbeitnehmern zunehmend technologische Fähigkeiten bis hin zu Programmierkenntnissen abfordern und von aktuell 11 Prozent der Arbeitsanteile auf 18 Prozent im Jahr 2030 anwachsen werden. Auch die Notwendigkeit für Kreativität werde stark zunehmen, ihr Umfang wird allerdings nicht beziffert.

Einfach Arbeiten wie Datenaufnahme oder -verarbeitung werden um 15 Prozent fallen. Auch physische Arbeitsanteile und händische Fähigkeiten werden bereits mittelfristig weniger stark ins Gewicht fallen.

Um diese Veränderungen zu bewältigen, müssen Unternehmen ihre Strukturen und Prozesse anpassen und ihre Mitarbeiter im kontinuierlichen Lernen unterstützen. Zugleich geben die Unternehmen an, agiler und flexibler werden zu müssen – Beweglichkeit wird quasi zum globalen Arbeitscredo.

In der Konsequenz verschärft sich die Jagd auf Talente und die hochqualifizierten Arbeitnehmer zunehmen. Sie werden sich auf stabile Beschäftigungsverhältnisse und steigende Einkommen freuen können.

Die Hälfte der befragten Unternehmen – insgesamt mehr als 3.000 in sieben Ländern – ist der Meinung, sie werden die technische Veränderung vorantreiben und zu den führenden Unternehmen gehören, die die neuen Technologien adaptieren. Hierzu müssen aber alle Beteiligten eng zusammen arbeiten.

Die Zusammenarbeit von Unternehmen mit Schulen, Hochschulen und anderen Aus- und Weiterbildungsstätten könnten die Curricula an die neuen Anforderungen anpassen. Verbände könnten als Talentförderer agieren, Regierungen müssten die Absicherung der Arbeiter vorantreiben und zugleich ihre Mobilität fördern.

Die vollständige Studie Skill Shift – Automation And The Future Of The Workforce, ein 84-seitiges Papier auf Englisch, ist bei McKinsey zum kostenlosen Download verfügbar.



Abbildungen: McKinsey



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