Kostenloses Tool entdeckt acht Staats-Trojaner

Mit Defekt lassen sich acht staatliche Spähprogramme finden - leider aber nicht löschen

Mit Defekt lassen sich acht staatliche Spähprogramme finden – leider aber nicht löschen


(cafm-news) – Kostenlos gucken, ob Vater Staat guckt: Mit der Open-Source Software Detekt lässt sich genau das tun, allerdings nur auf Windows-Rechnern. Unterstützt hat die Entwicklung unter anderem Amnesty International.

Insgesamt acht der staatlichen Spähprogramme kann Detekt aufspüren. Dabei schaut sie nach Spuren von unter anderem BlackShades, FinFischer, FinSpy, Gh0st und nach Hinweisen auf das Remote Control System des italienischen Spezialisten Hacking Team. Um die Spione zu löschen, empfehlen die Entwickler, IT-Sicherheits-Profis zu engagieren.

Detekt ist derzeit in sechs Sprachen erhältlich, darunter Deutsch und Englisch. Entwickelt hat das Tool ein Team um Claudio Guarnieri. Er hat unter anderem FinFischer analysiert und die Cuckoo Sandbox entwickelt, eine automatisierte Malware-Analyse, die hohes Ansehen genießt.

Präsentiert haben Detekt vor einigen Tagen der Verein Digitale Gesellschaft, Amnesty International, die Electronic Frontier Foundation EFF und Privacy International.

Update 15.10.2016: Auf der Webseite Resist Surveillance gab es weitere Informationen zu Detekt, ebenso einen Download-Link. Die Software ist noch bei Git-Hub erhältlich, scheint allerdings nicht wesentlich weiter entwickelt worden zu sein, da sie nur auf Windows bis 8.1 lauffähig ist, unter Windows 8.1 sogar nur in 32-bit Mode.

Nachtrag: Wie heise-online unter Berufung auf G-Data berichtet, produziert Detekt aktuell noch diverse Fehlalarme. Die Entwickler arbeiten an Regeln, um diese perspektivisch zu verhindern.


Abbildungen: Detekt

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