CAFM auf der CeBIT eher ein Randthema

Große Präsentation, kleines CAFM: Axians Infoma und TOPdesk sind auch dieses Jahr auf der CeBIT mit eigenen Ständen vertreten (Fotos: CeBIT; CAFM-News)

Große Präsentation, kleines CAFM: Axians Infoma und TOPdesk sind auch dieses JAhr auf derCeBIT mit eigenen Ständen vertreten (Fotos: CeBIT; CAFM-News)



CAFM-NEWS – Eine Hand voll CAFM-Hersteller sind auf der CeBIT zu finden (wir berichteten), CAFM ist bei Ihnen aber nur in der zweiten Reihe Thema: Tatsächlich wenden sich Axians Infoma, m+p, N+P und Co. primär ganz anderen Themen zu.

Raumgreifend präsentiert sich Axians Infoma in Halle 7 auf Stand B18 zusammen mit anderen Unternehmen. Der Schwerpunkt liegt auf kommunalen Themen, kein Wunder, Halle 7 trägt schließlich den Titel Public Sector. Entsprechend dominieren Fachverfahren und Digitalisierung, Berichtswesen, Bauhöfe und Ausländerwesen und Einbürgerung das inhaltliche Spektrum. Aber: Liegenschafts- und Gebäudemanagement sind präsent, wenn auch nicht als Schwerpunkt.

m+p ist in Halle 5 auf Stand B38, einem Partnerstand von Microsoft, untergeschlüpft, auf dem sich alles um Microsoft Dynamics NAV dreht. Denn hierauf setzt die CAFM-Lösung von m+p auf. Abgebildet werden alle Aspekte, die das Spektrum eines Dienstleisters umfassen, dazu Wartung, Vertragsmanagement, Prüfungen, Abrechnung und Personal. Flankiert wird das Angebot von Apps, so dass Verantwortliche auch unterwegs sehen können, wie der Status verschiedener Bereiche aktuell ist.

Ein paar Stände davor ist N+P zu finden, ebenfalls auf einem Gemeinschaftsstand. In Halle 5-B26 ist der MES und ERP-Teil zum Kaffee-Automaten zu finden, der auch auf der INservFM 2017 eingebunden war. Zwar ist die AR-Brille nicht dabei, dafür gibt es jede Menge Dashboards zu Zuständen und Auslastung von Maschine sowie ein kleines Demonstations-Modell, das unterschiedliche Funktionszustände simuliert und mit einer Ampel anzeigt.

TOPdesk hat sich mit Stand H18 in Halle 3 eindeutig Fläche gegönnt. Der Stand ist groß und die Themenvielfalt ist es auch. Hauptsächlich geht es um Ticketing und Selfservice, aber FM ist auf Wunsch auch zu haben. Wobei der Schwerpunkt eher auf Konfigurationsmanagement, Lizenzmanagement für Soft- und Hardware und Objektmanagement im Raum bezogen ist, wenn die Objekte denn IT sind. Flankiert wird das Spektrum von einem Raumreservierungssystem.

Zurück in Halle 5 gibt es noch die Option, sich eFacility anzuschauen. Die Inder haben nämlich auch einen Stand. Was sie leider nicht haben, ist einen Computer für Anschauung und Einblick in die Lösung. Selbst Screenshots als Deko auf der Standverkleidung sucht man vergeblich, von Slogans und expliziten Hinweisen auf den Charakter des Angebots ganz zu schweigen. Das ist schade, denn so bleibt Potenzial verschenkt und der Stand leer.

Die CeBIT ist noch heute und morgen geöffnet, um sich einen Überblick nur zu CAFM zu verschaffen, lohnt der Weg allerdings nicht.


m+p und N+P waren ein Plus auf den jeweiligen Gemeinschaftsständen, auf denen sie präsentierten (Fotos: CAFM-News)

m+p und N+P waren ein Plus auf den jeweiligen Gemeinschaftsständen, auf denen sie präsentierten (Fotos: CAFM-News)





Abbildungen: CeBIT, CAFM-News



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1 Response

  1. Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Inform. Joachim Hohmann, MBA, CFM sagt:

    Da CAFM in der IT-Welt kaum eine Rolle spielt, ist es nur folgerichtig, dass es auf der CeBIT eigentlich nicht vorkommt. Und da sich der Charakter der CeBIT in den letzten 30 Jahren von der Neuheiten-Messe zum Branchen-Treff mit Plattform zur Demonstration von Use Cases auf Basis der neuesten Technologien stark gewandelt hat, ist es auch nicht verwunderlich, dass dort Immobilien und Facility Management kein Thema ist. Auf der CeBIT 2017 war Digitalisierung nicht nur das Messe-Motto, sondern es wurde auch praktisch vorgeführt, z.B. auf dem Messestand von IBM, wo die Entfluchtungs-Steuerung für ein Hochhaus mittels künstlicher Intelligenz (Watson) und IoT demonstriert wurde. Die Telekom hat auf Ihrem Stand Indoor Navigation auf Basis von NavVis live vorgestellt und ein Showcase für einfache IoT Anwendungen in der Gebäudeautomation auf Basis eines Starter-Kits, welches für € 9,90 im Monat zu mieten ist, aufgebaut. Auf dem SAP-Stand musste man sich zwar ein wenig nach Immobilien und Facility Management durchfragen, bekam dann aber auf das Stichwort “CREM” hin eine ganz hervorragende live Präsentation von deren neuem Real Estate Cockpit auf Basis von S/4 HANA. Bei salesforce konnte man hautnah erleben, was Service Management in der Cloud bedeutet und wie es auch Facility Services mit neuen Delivery-Modellen stark verändern kann. Der CeBIT Besuch lohnt sich also allemal für FM Interessierte, die einmal über den Teller-Rand des deutschen CAFM hinaus schauen möchten und dafür die notwendigen IT-Kenntnisse mitbringen.

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