KI: Leverton scannt Verträge nach relevanten Daten

Mittels künstlicher Intelligenz (KI) erkennt die Software von Leverton viele relevante Informationen in Dokumenten
Mittels künstlicher Intelligenz (KI) erkennt die Software von Leverton viele relevante Informationen in Dokumenten

 

CAFM-NEWS – Wer hat nicht schon davon geträumt? Verträge bekommen, einscannen und dann sucht ein cleverer Algorithmus nach allen relevanten Daten. Geht nicht? Stimmt nicht. Eine Software namens Leverton macht genau das – wenn auch (noch) mit ein paar Einschränkungen.

Die Idee zu Leverton kommt aus Deutschland, genauer von Leverton-CTO Florian Kuhlmann, der 2012 in Berlin mit dem Projekt startete. Was Leverton im Kern tut, ist einfach: Gescannte Dokumente mittels OCR-Funktionalität in Text umwandeln und in diesem Text relevante Daten finden. Das kann Leverton inzwischen in 30 Sprachen, doch mit Unterschieden. Drei Kernpunkte bestimmen hierbei den Erfolg:

  • Wie viele Dokumente sind in der jeweiligen Sprache schon erfasst worden?
  • Welche Informationen in den Dokumenten sind relevant?
  • Wie sind die relevanten Informationen konkret in Worte gefasst?

Erst wenn eine ausreichend große Zahl an Dokumenten bearbeitet ist, kann Leverton verlässlich relevante Informationen erkennen. Den Schwierigkeitsgrad erhöht, dass Verträge nicht in standardisierten Wortclustern verfasst sind, sondern immer individuell formuliert. Daher ist ein sehr intensives Training der Software notwendig. Und das gilt bei Verträgen mit Immobilien-Bezug noch um ein vielfaches mehr. Denn:

Während Versicherungsverträge häufig nicht mehr als 30 Datenpunkte einschließen, die erkannt werden müssen, kann diese Zahl bei Immobilienverträgen auch mal das Zehnfache dessen betragen. Und 300 relevante Informationen in einem 50-seitigen Dokument zu finden, das jedes für sich ganz verschieden formuliert sein kann, ist eben nicht ganz trivial.

Daher liegt die Trefferquote bei Versicherungsunterlagen weit über 90 Prozent, bei Immobilienverträgen aber oft nur bei 50 Prozent. Das ist trotzdem nicht so schlimm, zumal dann, wenn Immobilien-Betrieber eigene Standards setzen und die Software auf diese trainieren lassen. Wobei Leverton natürlich auch selber mit jeder neuen Tranche spezifischer Dokumente das Produkt schlauer trainiert, so dass auch bei Immobilien-Verträgen die 90 Prozent und besser erreicht werden dürfen.

Verfügbar ist Leverton als SaaS-Dienst direkt im Web, integriert ist die Technologie unter anderem in SAP, MRI und Powerplan. Weitere Informationen finden sich auf der Leverton-Homepage.

 

 



Abbildungen: Leverton



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