FM-Messe 2015: Trends und Status-quo im deutschen CAFM-Markt

Prof. Hohmann stellte auf der FM Messe 2015 den CAFM-Trendreport 2015 (GEFMA 945)  vor

Prof. Hohmann stellte auf der FM Messe 2015 den CAFM-Trendreport 2015 (GEFMA 945) vor


(cafm-news) – Wer setzt CAFM-Software bevorzugt ein? Warum ist es sinnvoll, CAFM einzusetzen? Welche Anwendungsbereiche sind besonders gefragt? Welche eher stiefmütterlich behandelt? Welche Hersteller sind besonders populär? Und bei wem? Fragen wie diese versucht der CAFM-Trendreport 2015 zu beantworten, den Prof. Joachim Hohmann auf der FM-Messe vorstellte.

CAFM-Anwender

Die gute Nachricht vorweg: Die meisten Nutzer sind mit Ihrem CAFM-System zufrieden. Zumindest gilt das für jene, die sich an der Studie beteiligt haben, immerhin 233 Personen, von denen 181 aktive CAFM-Anwender sind. Mehr als ein Viertel von diesen ist im Bereich FM-Dienstleister aktiv, der Rest verteilt sich auf Industrie, Gesundheitswesen, Finanzdienstleister, Bildungswesen, Transport, Handel, Bauwesen, Energieversorger, IT und sonstiges, worunter vermutlich auch die Kommunen zu verorten sind.

Vorteile von CAFM

CAFM-Systeme haben in den Augen der Anwender diverse Vorteile: 56 Prozent sehen die erhöhte Transparenz von Kosten und Leistungen als Plus. Bessere Dokumentation der Betreiberverantwortung schätzen 53 Prozent der Befragten. Die Dienstleistung im FM wird in den Augen von 48 Prozent der Anwender effektiver. 28 Prozent geben an, dass CAFM helfe ihrem Unternehmen, Kosten einzusparen.

CAFM-Anwendungsfelder

Die häufigsten Anwendungsfelder sind Flächenmanagement mit 18 Prozent, Instandhaltungsmanagement mit 17 Prozent und Help- & Service-Desk mit 11 Prozent. Das überrascht: Häufig diskutierte Anwendungen wie Reinigungsmanagement, Vermietungsmanagement und Energiecontrolling folgen erst danach.

Bekannteste CAFM-Anbieter

Befragt nach dem genutzten Anbieter gaben 31 Nutzer an, sie hätten IMSWARE. 21 Nutzer arbeiten mit Planon, jeweils 15 mit Loy & Hutz und Keßler und 13 mit pit-cup. Die bekanntesten Anbieter sind laut CAFM-Trendreport allerdings anders sortiert. Die ersten fünf Positionen aus insgesamt 19 genannten Herstellern besetzen:

  1. Planon: 58%
  2. pit-cup / Keßler: 55%
  3. speedikon: 52%
  4. N+P / Nemetschek: 48%
  5. Archibus: 44%

Interessant ist, dass sich nicht alle Anbieter, die ihre Anwender gut mobilisieren konnten, auch als sehr bekannt erwiesen. Immerhin: Kein genanntes Unternehmen liegt unter 18 Prozent.

CAFM Einführung

Auch zur CAFM-Einführung befragte der Trendreport. bei einem Drittel dauerte die Einführung zwischen 7 und 12 Monaten, bei rund einem Viertel der Anwender kostete die Einführung zwischen 50.000 und 100.000 Euro, bei einem weitern guten Viertel zwischen 100.000 und 250.000 Euro. Die Betriebskosten erwiesen sich allerdings als geringer als erwartet, die Mehrzahl der Anwender gab für Support, Systempflege und IT-Kosten jährlich zwischen 10.000 und 20.000 Euro an.

Mögliche Verbesserungen

Verbessert werden könnten CAFM-Systeme in den Augen der Anwender an vielen Bereichen. Die Top-3 sind Benutzerfreundlichkeit, Schnittstellen und die Integration in die Unternehmens-IT. Bei den Herstellern sind die Prioritäten ähnlich: Benutzerfreundlichkeit steht vor nahtloser Integration in die Unternehmens-IT. An Position drei finden sich drei Nennungen: Individuelle Anpassungsfähigkeit, Verbesserung der Schnittstellen und sofort verfügbare Standardlösungen.

Geringe Verbreitung von CAFM

Auch bei den Gründen für die relativ geringe Verbreitung von CAFM-Systemen sind Anwender und Hersteller ähnlicher Ansicht: Es liegt vor allem an mangelndem Bewusstsein mit Blick auf Dokumentationsanforderungen, dem schwer vermittelbaren Nutzen eines CAFM-Systems, der Möglichkeit, Immobilien recht lange ohne System und aktuelle Daten betreiben zu können und dass häufig die Akzeptanz im Management fehlt.

Team

Der CAFM-Trendreport 2015 ist nach der Umfrage 2013 die zweite Auflage der Erhebung in der DACH-Region. Sie entstand wiederum in Zusammenarbeit des Arbeitskreises CAFM der GEFMA, der studentischen Unternehmensberatung Junior Comtec Darmstadt und der Technischen Universität Darmstadt und trägt zusätzlich die Bezeichnung GEFMA 945.

Bezugsquelle

Interessenten können das 30-seitige Übersichtspapier direkt bei der GEFMA bestellen. Es kostet 30 Euro.


Abbildungen: GEFMA

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