Die meisten Software-Schwachstellen hat Apple OS X

OS X ist laut einer Untersuchung des BSI das Betriebssystem mit den meisten Schwachstellen – Grafik: Statista

OS X ist laut einer Untersuchung des BSI das Betriebssystem mit den meisten Schwachstellen – Grafik: Statista


(cafm-news) – Wer hätte es gedacht? Die meisten Software-Schwachstellen finden sich in OS X, dem Computer-Betriebssystem von Apple. Das zeigt eine Übersicht des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Das BSI wertete im Zeitraum vom Dezember 2014 bis Dezember 2015 zahlreiche Software-Produkte nach kritischen und sonstigen Schwachstellen aus. Die Ergebnisse stellten die Statistiker jetzt vor – mit teilweise überraschenden Ergebnissen.

So ist das Betriebssystem für Apple-Computer mit insgesamt 346 Schwachstellen der Spitzenreiter und weist fast 50 Prozent mehr Schwachstellen auf als der viel gescholtene Flash Player von Adobe. Der allerdings hat mehr kritische Schwachstellen als OS X. Gemeinsam bringt es das Duo OS X/Flash auf so viele kritische Schwachstellen wie die nächsten drei der Liste: Der Internet Explorer, Windows und Firefox.

Erstaunlich an der hohen Zahl kritischer Schwachstellen bei Apple OS X ist, dass das Betriebssystem bisher von vergleichsweise wenigen Attacken betroffen ist. Wobei die Betonung wohl auf „bisher“ liegen muss. Und die Zurückhaltung der Malware-Entwickler könnte auch für die hohe Zahl an Lücken mit verantwortlich sein: Wer wenig attackiert wird, macht sich auch weniger Sorgen und steht kaum unter Druck, Fehler zu beheben.

Das ist bei Windows gänzlich anders. Das Microsoft-Betriebssystem ist weiterhin unangefochten der Liebling aller Malware-Schreiber und in Kombination mit dem systemeigenen Browser Internet Explorer wird es zum Spitzenreiter mit kritischen Sicherheitslücken. Denn Apples Safari-Browser ist bei kritischen Lücken praktisch blank, wenn er auch in Summe 130 Schwachstellen aufbietet.

Adobe ist übrigens nicht nur mit Flash in den Top-10 vertreten. Auch der Adobe Reader und Adobe Acrobat finden sich gleichauf mit je 154 Schwachstellen, davon jeweils rund 125 kritisch.

Kaum besser zeigt sich der Chrome-Browser von Google. Er hat 153 Schwachstellen an Bord, davon rund 80 vom BSI als kritisch eingestufte.

Leider beschränkt sich die Liste des BSI auf Desktop-Anwendungen und -Betriebssysteme. Interessant wäre gewesen, diese im Vergleich mit den immer populärer werdenden mobilen Anwendungen zu sehen, allen voran Android, aber auch iOS und Windows 10 Mobile.


Abbildungen: Statista

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