Datenfluss zwischen BIM und CAFM – wie könnte er aussehen?

Bald auch im CAFM-System? Ein Ansatz, BIM und CAFM zu integrieren würde selbst einzelne Ventile sichtbar und leicht zu verwalten machen

Bald auch im CAFM-System? Ein Ansatz, BIM und CAFM zu integrieren würde selbst einzelne Ventile sichtbar und leicht zu verwalten machen – und alles flösse zusammen

 

CAFM-NEWS – Wie könnte der Datenfluss zwischen CAFM und BIM in der Zukunft aussehen? Dieser Frage geht Ulf-Günter Krause von Avacad Consult in seinem Blog BIM+CAFM+AR nach. Eine Erkenntnis: Im CAFM wird man sich Zeit sparen können.

Für seine Prognose setzt Krause auf einen analytischen Ansatz entlang der Zeitleiste: Zu Beginn sollten CAFM-Systeme als Hilfsmittel an wiederkehrende Aufgaben erinnern. Damit war die Organisations-Struktur einfach abzubilden:

CAFM = Datenbank + Objekte + Prozesse

Fertig war das CAFM. Für die Basisstruktur wurden häufig DIN und VDMA herangezogen, so dass die Anwender wenig Sorgen bei der Einrichtung ihrer Systeme haben mussten.

In einem zweiten Schritt folgten CAD-Pläne als 2D-Grafiken. Sie wurden einfach an die bestehende Datenbank-Struktur angehängt, als Zeichnung für die Etage, als Polygon für den Raum und als Symbol für Türen, Fenster und Co. Die Hürden standen bei den komplexen technischen Anlagen, die einfach als Quader in den Raum gelegt wurden – ein unzureichender Workaround, aber trotzdem ein gängiger Kompromiss.

Mit BIM im Anflug kommt die Idee auf, nun auch BIM als Annex dem CAFM-Datenmodell anzufügen. Das läuft aber dem BIM-Charakter zuwider, weshalb das gesamte Modell neu gedacht werden muss, so Krause. Seine Schlussfolgerung:

Für die Integration von BIM in CAFM muss das bisherige Vorgehen in einem Teilbereich umgekehrt werden. Das BIM-Modell gehört nicht an das Ende der Kette, sondern an ihren Anfang:

CAFM = BIM-Modell + Datenbank + Objekte + Prozesse.

Das BIM-Modell mit seiner Objektstruktur erspart entsprechende Arbeiten bei der Gestaltung einer CAFM-Lösung. Zugleich – und das ist das fast noch interessantere an Krauses Ansatz – bleibt CAFM das führende System, während BIM vor allem gewerkeübergreifend und lebenszykluslang für allerorten verbindliche Ordnung stiftet.

Die bereits vorhandenen Daten müssten allerdings in die neue Nomenklatur überführt werden. Je nach aktueller Struktur kann das im besten Fall im Zuge einer einfachen Migration geschehen.

Ob und welche Hersteller von CAFM-Software dieser These folgen, wird sich zeigen. Ebenso wie der Erfolg von BIM, der schon häufiger angekündigt wurde, aber weiterhin nur in Insellösungen aktiv ist.

Den vollständigen Beitrag BIM + CAFM – der zukünftige Datenfluss im Blog von Ulf-Günter Krause.



Abbildungen: Ulf-Günter Krause

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