CAFM-Zahl der Woche: 6

Die CAFM-Zahl der Woche ist die 6 für die sechs Wochen, die die Stadt Schwerin bereits gegen die Folgen eines Hackerangriffs auf ihre IT kämpft
Die CAFM-Zahl der Woche ist die 6 für die sechs Wochen, die die Stadt Schwerin bereits gegen die Folgen eines Hackerangriffs auf ihre IT kämpft

CAFM-NEWS – Die CAFM-Zahl dieser Woche ist die 6. Denn vor sechs Wochen gab es einen hacker-angriff auf die Verwaltung der Stadt Schwerin. Lange her, könnte man denken, doch bis die Systeme laufen, wird es mutmaßlich weitere sechs Wochen dauern.

Die Firewall steht, die Back-ups sind regelmäßig erfolgt, der Virenschutz ist up-to-date – wenn die Kern-2-Do’s der IT-Sicherheit konsequent ausgeführt werden, stellen sich viele Stellen einen Hacker-Angriff wie eine Art Schnell-Grippe vor: Zwei Tage Kopfschmerzen und die Welt ist wieder in Ordnung.

Das dem nicht so ist, zeigt das Beispiel der Stadtverwaltung Schwerin. Sie wurde am 15. Oktober mit einem Verschlüsselungs-Trojaner angegriffen. Alle Systeme wurden daraufhin herunter gefahren und in vielen Bereichen auf Zettel und Papier umgestellt. Betroffen sind neben der Verwaltung auch angeschlossene Unternehmen wie beispielsweise die Sparkasse.

Erfreulicher Weise geht die Stadt Schwerin sehr transparent mit dem Thema um: Hierdurch sind nicht nur die Bürger optimal informiert, sondern jeder kann sich tagesaktuell ansehen, was es bedeutet, wenn einem der Derwisch ins System gerät: 

Trotz Back-ups und einer schnellen Reaktion, die nur einen Teil der Systeme kompromittieren konnte, trotz einer schnellen Eingreiftruppe, binnen kurzem hinzugezogenen Experten und ersten Wiederaufbaumaßnahmen schon nach 24 Stunden ist von Normalität auch sechs Wochen nach dem Angriff nicht die Rede sein. Warum?

Beispielsweise weil die rund 4000 Computer, die in der Verwaltung eingesetzt sind, jeder einzeln durchleuchtet werden müssen. Oder weil das Einfallstor identifiziert werden muss, um taugliche Gegenmaßnahmen einzuleiten, die zukünftige Angriffe nachhaltig erschweren. Oder… – die Liste dürfen Sie beliebig verlängern.

Nebenher scheint es allerdings angeraten, die hauseigene Vulnerabilität auch noch einmal unter die Lupe zu nehmen. Deutschland ist schließlich ein attraktiver Wirtschaftsstandort – auch für Hacker, Malware-Versender und andere Kriminelle.





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Abbildungen: CAFM-News




Die CAFM-News präsentieren die Zahl der Woche in Zusammenarbeit mit dem Studiengang Technisches Facility Management am Fachbereich Duales Studium der HWR Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin und ihrem Dozenten Ralf Rieckhof, im Hauptberuf Consultant bei pit-cup



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