CAFM-Zahl der Woche: 91350

Die CAFM-Zahl der Woche ist die 91350 für die DIN SPEC 91350 zum BIM-Datenaustausch von Bauwerksmodell und Leistungsverzeichnissen
Die CAFM-Zahl der Woche ist die 91350 für die DIN SPEC 91350 zum BIM-Datenaustausch von Bauwerksmodell und Leistungsverzeichnissen

 

CAFM-NEWS – Die CAFM-Zahl dieser Woche ist die 91350. Sie steht für die DIN SPEC 91350 mit dem Titel Verlinkter BIM-Datenaustausch von Bauwerksmodellen und Leistungsverzeichnissen. Nun lässt sich natürlich trefflich diskutieren, ob solch eine Norm für das Facility Management überhaupt relevant ist, und falls, ja, ob das CAFM da auch mit zu tun hat. Da BIM-Modelle Daten beherbergen, steht zu vermuten: Ja.

In der DIN 91350 heißt es: Diese DIN SPEC definiert Anforderungen an die Datenstruktur und den Inhalt von BIM-LV-Containern. Das Wort „Datenstruktur“ könnte Begehrlichkeiten bei CAFM-Verantwortlichen wecken. Denn schließlich lässt sich aus einem BIM-Modell nicht nur ein, sondern exakt DAS ganze Paket an Daten für die Betriebsphase gewinnen, wenn entsprechende Anforderungen an die Ausgestaltung des BIM-Modells und damit an seine Datenstruktur gestellt werden. Womit es dann allerdings kein reines BIM- sondern eher ein Hybrid-Modell wäre.

Besonders erfreulich ist, dass die DIN SPEC 91350 auf genau das Feld fokussiert, das CAFM’ler bei BIM interessiert: Den Datenaustausch. Kurz gesagt: Sie will beschreiben, wie es geht, dass mit den Daten aus dem BIM-Modell mehr geht. Zwar mit Blick auf Leistungsverzeichnisse, aber die lassen sich ja auch gestalten, zum Beispiel mit der Vorgabe: Muss CAFM-tauglich sein.

Soweit die Theorie. Denn tatsächlich ist natürlich schon vorgeschrieben, was in dem BIM-LV-Container enthalten sein muss:

  • das Bauwerksmodell als IFC-Datei
  • die Leistungsverzeichnisse als GAEB-Datei
  • die Linkmodelle als XML-Datei
  • die Metadatendatei als MultiModel.xml

Möglicherweise ist also doch nicht so viel Spielraum für den Spieltraum der Facility Manager. Das ist schade, aber soll niemanden daran hindern, an BIM-Modelle CAFM-Bedürfnisse anzuhängen. Das ist immer noch billiger als eine komplette Neuaufnahme zum Start der Betriebsphase. Und: Eine BIM-CAFM-Migration ermöglicht, zum Start der Betriebsphase den Betrieb des CAFM zu starten.

Anderenfalls muss die FM-Abteilung nämlich erst auf die Aufmaße und ihre ergänzenden Daten warten, während das Gebäude schon fleißig vor sich hin werkelt. Das muss ja nicht sein.





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Abbildungen: CAFM-News




Die CAFM-News präsentieren die Zahl der Woche in Zusammenarbeit mit dem Studiengang Technisches Facility Management am Fachbereich Duales Studium der HWR Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin und ihrem Dozenten Ralf Rieckhof, im Hauptberuf Consultant bei pit-cup




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