CAFM-Zahl der Woche: 98

Die CAFM-Zahl der Woche ist die 98 für die in AGB oft nur zugesicherten 98 Prozent Netzverfügbarkeit bei DSL – also mehr als eine Woche erlaubtem Ausfall
Die CAFM-Zahl der Woche ist die 98 für die in AGB oft nur zugesicherten 98 Prozent Netzverfügbarkeit bei DSL – also mehr als eine Woche erlaubtem Ausfall

 

CAFM-NEWS – Die CAFM-Zahl dieser Woche ist die 98. Das in Prozent ist in vielen AGBs von DSL- und Kabelanbietern der freiwillige eingeräumte Maximalwert an Zuverlässigkeit. Anders ausgedrückt: Im Verlauf eines Jahres darf es zwei Prozent der Tage auch mal dunkel bleiben im Browser. Schlimm?

Wie man es nimmt. Wenn ein Unternehmen am Wochenende geschlossen ist und der Netzausfall von Samstagnacht auf Sonntagmorgen geschieht, ist das in den seltensten Fällen dramatisch (außer, es ist ein Cloud-Angebot betroffen, das im Kontext von Wochenend-Arbeit benötigt wird). Für alle anderen gilt: Blöd gelaufen.

Denn 98 Prozent bedeuten überraschend wenig Netzverfügbarkeit. Um das zu belegen, genügt diese kleine Tabelle des Scheckens:

 

ProzentAktive Tage p.a.Ausfall-Tage p.a.
96 %350,414,6
98 %357,77,3
99 %361,353,65
99,5 %363,1751,825
(43h 48min)
99,9 %364,6350,365
(8h 46min)

98 Prozent Verfügbarkeit bedeuten also mehr als eine Woche erlaubter Sendepause. Bei 96 Prozent sind es sogar knapp über zwei Wochen, die nichts mehr zu funktionieren braucht. Und selbst eine scheinbar gute Verfügbarkeit von 99,9 Prozent bedeutet mehr als acht Stunden Stille und Handlungsunfähigkeit im Office – wenn es schlecht läuft, trifft es genau die üblichen Bürozeiten.

Läuft dann auch noch das Telefon über den ausgefallenen Anschluss, lässt sich nicht mal mehr Hilfe (an-)rufen. Glückwunsch.

Ein so üppiges Ausfallpotenzial ist daher ein guter Grund, die redundante Versorgung mit DSL anzustreben. Oder als Fall-Back eine 5G-Anbindung mit in das Notfall-Konzept seines Unternehmens mit aufzunehmen.

Sinnvoll scheint bei all dem Konzeptionieren auch gleich noch zu überlegen, ob nicht zwei oder sogar drei Anbieter – nämlich für das eine DSL, das andere DSL und das zusätzliche 5G – eine Idee wären.

Wenn ein Anbieter alles liefert könnte es ja sein, dass er neben dem Kunden-DSL auch seine Mobilfunk-Masten auf der selben Glasfaser anbindet. Als Konsequenz wäre so auch mit doppelter Absicherung der Ausfall garantiert. Anders ausgedrückt: keine optimale Perspektive.

Also sollten Unternehmen, um sicher zu gehen, gleich die hohe Ausfallsicherheit buchen. Und natürlich aus der Business-Regal. Denn sonst tendieren die Zeiten zur Behebung eines Störfalls gefühlt gen unendlich.



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Abbildungen: CAFM-News




Die CAFM-News präsentieren die Zahl der Woche in Zusammenarbeit mit dem Studiengang Technisches Facility Management am Fachbereich Duales Studium der HWR Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin und ihrem Dozenten Ralf Rieckhof, im Hauptberuf Consultant bei pit-cup




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