CAFM-Zahl der Woche: 69

Die CAFM-Zahl der Woche ist die 69 für 69 Prozent eingesparte Energie einer Techem-Kundin (beispielhaft für das Dilemma, das im Energiesparen steckt) - Bild: CAFM-News
Die CAFM-Zahl der Woche ist die 69 für 69 Prozent eingesparte Energie einer Techem-Kundin (beispielhaft für das Dilemma, das im Energiesparen steckt) – Bild: CAFM-News

CAFM-NEWS – Die CAFM-Zahl dieser Woche ist die 69. Natürlich nicht DIE 69, sondern die Prozent-69, im konkreten Fall die 69 Prozent weniger Energie, die eine Mieterin im Frankfurter Raum dank moderner Technologie eingespart hat. Was sie von ihrem Service-Dienstleister mitgeteilt bekommen hat. Wie nett von ihm, denn Lob sorgt bekanntlich für positive Verstärkung, was Verhalten nachhaltig zum Besseren wandeln kann. Und das ist bitter nötig. Denn: 

Weniger Energie verbrauchen  ist DIE Forderung der Stunde. Russisches Gas dümpelt in der Weite Sibiriens herum. Anderes Gas schippert in Tankern gefühlt tröpfchenweise in unsere Richtung, um dann in fix installierten Stations-Provisorien gelöscht und verarbeitet zu werden. Und wir? Müssen Energie sparen. Jetzt. Und: Jetzt erst recht. 

Da passt es doch, dass uns AVM in einer Pressemeldung vorrechnet, wie viel günstiger es wird, wenn statt Kabelmodem und WLAN-Router einfach eine Fritzbox als Kombigerät installiert wird. Hoffentlich kommt auch bald eine Pressemeldung, die AVMs smarte Heizungs-Thermostate und clevere Steckdosen empfiehlt, weil die noch weit mehr Energie zu sparen helfen können. Im Privaten. 

Wer groß skaliert Energie sparen will, hat es da meist schwieriger. Der nämlich muss sich an spezialisierte Unternehmen wenden, die mit integrativen Cloudservices dafür sorgen, dass Heizung und Lüftung und Klima und Fenster bedarfsgerecht nach Aspekten von Belegung, aktueller Nutzung, dem derzeitigen Wetter, möglicher Sonneneinstrahlung und anderem mehr im Verbund von Aktoren und Sensoren und Herstellern clever gemanagt werden. Auch das kann reichlich Energie sparen.

Die Crux an der Geschichte?

Das sparen kostet. Und zwar  die Investitionen, die nötig sind, um anschließend zu sparen. Was die kritische Frage auf den Tisch hieft:

Wann amortisiert sich das? 

Im schlimmsten Fall, liebe LeserInnen, nie. Denn wenn weniger verbraucht wird, nehmen die Lieferanten weniger ein, weshalb sie aus überlebenstaktischen Gründen, die Preise erhöhen, um deren Vor-Spar-Level zu halten. Also ist sparen doof?

Leider trotzdem nicht. Sparen ist sogar wichtig. Aktuell, damit wir es im Winter nur frisch und nicht knochenkalt haben. Und langfristig, damit wir beim verlassen des Hauses nicht zum mobilen Grillgut mutieren.

Was für Dilemma: Um es gut zu haben, müssen wir besser werden, wobei es uns finanziell (vorübergehen, so ist zu hoffen) schlechter gehen wird. Aber so ist das eben in der Wirtschaft: Kein Fortschritt ohne Investition. Auch nicht beim Klima…

 

 



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Abbildungen: CAFM-News




Die CAFM-News präsentieren die Zahl der Woche in Zusammenarbeit mit dem Studiengang Technisches Facility Management am Fachbereich Duales Studium der HWR Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin und ihrem Dozenten für digitale Techniken im Facility Management, Ralf Rieckhof, im Hauptberuf Consultant bei pit-cup



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