CAFM-Zahl der Woche: 499

Die CAFM-Zahl der Woche ist die 499 für die Summe in Euro, die es netto kostet, eine Hausverwaltungssoftware fit für den Zensus 2022 zu machen - sofern das gewünscht ist
Die CAFM-Zahl der Woche ist die 499 für die Summe in Euro, die es netto kostet, eine Hausverwaltungssoftware fit für den Zensus 2022 zu machen – sofern das gewünscht ist

CAFM-NEWS – Die CAFM-Zahl dieser Woche ist die 499. So viel in Euro kostet es nämlich netto, das Zensus-Modul, mit dem sich Nutzer von Haufe Powerhaus die Datenerhebung in den von ihnen verwalteten Gebäuden erleichtern können, in die Software zu integrieren. Klingt nicht schlecht. Aber ist es auch gut?

Nun könnten kritische Stimmen natürlich fragen, warum jetzt auch noch eigenes Geld zu zahlen sei, um die eigene Enteignung zu unterstützen. Das ist dann vielleicht etwas pointiert formuliert, zumal ja die Verwalter gar nicht ihre Daten rausrücken, sondern die der von ihnen verwalteten Immobilien (und der darin befindlichen Bewohner, Mieter, Nutzer). Trotzdem ist Skepsis verständlich:

Volkszählungen haftet immer etwas an, das mit dem Begriff Geschmäckle eindeutig unzureichend beschrieben wäre. So ein staatsweites Datensammeln hat viel eher etwas von Big brother is watching you! an sich, zumal wenn es mit der Aufforderung garniert ist, die Beobachtung doch bitte gefälligst selbst vorzunehmen und en détail zu dokumentieren, denn das sei schließlich gesetzlich so bestimmt.

Das Gefühl, formaljuristisch gezwungen zu sein, vor Vater Staat die Hose runter zu lassen, hat nicht wenig Ähnlichkeit mit der Situation, als kleines Kind den Eltern gegenüber die Hände vorzeigen zu müssen, um zu belegen, dass man nicht von der Schokolade genascht oder im Dreck gespielt oder in der Nase gebohrt oder sich sonst irgendetwas verwerfliches zu Schulden hat kommen lassen, während man doch tatsächlich ganz brav den Vormittag mit Lego gespielt oder auf der Wiese verdöst hat.

Du musst mir sagen!

Ob im Kleinen oder im Großen – diese ultimative Aufforderung ohne Rückzugsmöglichkeit ist keinesfalls mit guten Empfindungen behaftet. 

Auf der anderen Seite ist die Datenerhebung trotzdem nicht unwichtig, zum Beispiel angesichts des demografischen Wandels (Wo werden wir in 5, 1,0 20 Jahren mehr seniorengerechtes Bauen brauchen?), des geänderten Arbeitslebens (Wo sind mehr Radwege, wo weniger Parkplätze zu planen, weil das Home-Office als Arbeitsplatz dient?) oder der allgemeinen Wohnsituation (Wo brauchen wir mehr kleine Apartments für Einzelpersonen, wo neue Studentenwohnheime, wo neue Seniorenresidenzen (was für eine erquickliche Wortschöpfung…)?)

Das sei alles nur vorgeschoben? Der Blick vor die Haustür mag die Gemüter ein wenig beruhigen. Ein bisschen ist da tatsächlich dran, an den Senioren und den Homeoffices und den miserablen Radwegen. Und selbst wenn auch vielleicht nicht alles im geforderten Detail notwendig ist – im Wandel ist allerorten allerhand. Drauf vorbereite zu sein, kann sicher nicht schaden. Zumal bei tendenziell trägen Instanzen wie Regierung und Verwaltung.

Also die 499 Euro doch ausgeben?

… – also wir sind da raus. Wir sind ja nur ein Online-Magazin ;-) 

 



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Abbildungen: CAFM-News




Die CAFM-News präsentieren die Zahl der Woche in Zusammenarbeit mit dem Studiengang Technisches Facility Management am Fachbereich Duales Studium der HWR Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin und ihrem Dozenten Ralf Rieckhof, im Hauptberuf Consultant bei pit-cup



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