CAFM-Zahl der Woche: 47

Die CAFM-Zahl der Woche ist die 47 für die Prozent an Firmen-Chefs, die sich strengere gesetzliche Regelungen für IT-Sicherheit wünschen
Die CAFM-Zahl der Woche ist die 47 für die Prozent an Firmen-Chefs, die sich strengere gesetzliche Regelungen für IT-Sicherheit wünschen

 

CAFM-NEWS – Die CAFM-Zahl dieser Woche ist die 47. Denn 47 Prozent der deutschen Unternehmen wünschen sich mehr staatliche Vorgaben für die IT-Sicherheit. Übersetzt in Paranoia-Deutsch: Big Brother is telling me! Im Ernst?

Normalerweise rufe die Damen und Herren Vorstände und GeschäftsführerInnen lautstark nach weniger Reglementierung durch den Staat. Und nun das:

Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipsos wollen tatsächlich 47 Prozent der Unternehmensleiter, dass der Staat ihnen Druck macht, sich verstärkt um die Belange ihrer IT-Sicherheit zu kümmern. (Durchgeführt hat Ipos die Umfrage übrigens im Auftrag des TÜV-Verbandes.)

Die Chefs wollen also, dass ihnen juristisch auf die Finger geklopft wird, statt auf Freiwilligkeit zu setzen. Das überrascht, zumal das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) mit Hinweisen und Handreichungen keinesfalls knausert und Informationsmangel gewiss nicht das Problem sein sollte.

Auch die Anschaffung von Sicherheits-Software wie Virenscannern , Firewalls und weiteren Helfern sollte sich bewältigen lassen, zumal die Investitionen ja steuermindernd in die Bilanz eingebracht werden können. Das gilt im übrigen auch für Honorare von IT-Beratern und Spezialisten für Intrusion Detection und was sonst noch so schief gehen kann.

Da stellt sich die Frage: Meinen die 47 Prozent eigentlich sich selber?

Denn 42 Prozent der Befragten gaben auch an, dass sie sich von staatlichen Vorgaben versprechen, dass das Internet an sich sicherer werde. Das wirkt ein bisschen wie Mit-dem-Finger-auf-andere-zeigen-(natürlich-hinter’m-Rücken).

Wie dem auch sei: Mehr Sicherheit in der IT ist immer zu begrüßen. Und solange sich der Staat nur um solche Vorgaben kümmert, die auf die Absicherung und die unternehmerische Privatsphäre jedes einzelnen Ökosystems zielen, sollte alles ok sein.

Kritisch würde es allerdings, wenn Vater Staat seine Schnüffelnase in jede Betriebsdatenbank hinein-regeln wollte. Dann sollte schleunigst ein neues Parlament gewählt werden. Falls das dann noch geht.

Vermeiden lässt sich solch ein Szenario aber schon weit früher, wenn jeder das Thema Selbstschutz ernst nimmt. Denn die Umfrage zeigt auch:

  • Fast jedes Unternehmen wurde schon mal angegriffen.
  • Fast jedes Unternehmen hat die Angriffe in den Griff bekommen.
  • Fast jedes Unternehmen hat dafür Zeit aufgewendet.
  • Fast jedes Unternehmen hat wegen der Angriffe Produktivitätsausfälle und weitere finanzielle Verluste hinnehmen müssen.

Womit wir wieder bei den Ausgaben wären. Denn die Mannschaft einen Tag lang auf die IT warten zu lassen, wird in den meisten Fällen bereits teurer sein, als verlässliche Sicherheits-Software und ein vernünftiges Sicherheits-Konzept einzuführen. Worauf warten die 502 befragten Unternehmer da eigentlich noch?

Und was machen Sie?



Ihre CAFM-Zahl
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Abbildungen: CAFM-News




Die CAFM-News präsentieren die Zahl der Woche in Zusammenarbeit mit dem Studiengang Technisches Facility Management am Fachbereich Duales Studium der HWR Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin und ihrem Dozenten Ralf Rieckhof, im Hauptberuf Consultant bei pit-cup




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