CAFM-Zahl der Woche: 2026

Die CAFM-Zahl der Woche ist die 2026 für das Jahr, ab dem Messangerdienste in der EU interoperabel sein sollen
– Abbildung: CAFM-News
Die CAFM-Zahl der Woche ist die 2026 für das Jahr, ab dem Messengerdienste in der EU interoperabel sein sollen – Abbildung: CAFM-News

CAFM-NEWS – Die CAFM-Zahl dieser Woche ist die 2026, weil ab dem Jahr 2026 Messengerdienste in der EU interoperabel sein sollen. Das klingt toll, aber noch toller ist: Die viel gescholtenen Betonköpfe und die digitaltrantütigen Steineklopfer vom Bau sind da schon viel länger viel weiter.

Interoperabel ist ein schönes Wort. Es besagt, dass Anwendung A mit Anwendung B zusammenarbeiten kann, zumindest aber die Daten von Anwendung A in Anwendung B gleichfalls bearbeitet werden können. Und andersherum auch.

Im Fall der Messengerdienste könnte das heißen, dass WhatsApp von Facebook-Mutter Meta mit Signal, Telegram und Threema, vielleicht sogar auch mit iMessage von Apple und Messanger von Microsoft zu einem großen bunten Unterhaltungs-Netzwerk verknüpft werden könnte.

Das wäre schön für die Anwender. Und blöd für die Anbieter, denn einige von ihnen nutzen ihre Messengerdienste gerne auch zum Datenabschöpfen, während sie dem durchleuchteten Nutzer bezahlte Werbung individuell passgenau vor die Augen platzieren. Doch wenn jetzt alle mischen müssen?

Dann geht die Welt unter.

Zumindest posaunen das die Betriebsauguren in die Menge, als Nebensatz zu – vor allem – Schnittstellenproblematiken, Sicherheitsbedenken, Protokollissues und was sich professionelle Bedenkenträger sonst noch so einfallen lassen.

Außerdem gibt es ein schwerwiegendes philosophisches Problem zwischen den Angeboten. Während Meta datenkrakig alles in seine Datenbanken schlürft, dessen es habhaft werden kann, und das Thema Datenschutz eher lax angeht, ist Konkurrent Signal beinahe schon eine Nutzerfestung, was die Frage aufkommen lässt: Welche Daten sollen denn überhaupt übertragen werden und welche sind minimal notwendig, damit der jeweilige Gesprächspartner auch gesprächsbereit sein kann?

Die Buben vom Bau sind da schon deutlich weiter.

Zum Beispiel klappt der Datenaustausch zwischen den Kontrahenten Autodesk mit dem DWG-Format und Bentley Systems mit ihrem DGN-Format schon länger. Und beide können selbst PDF-Importe ausführen. Die Folge: Ein Grundriss aus dem Adobe-Universum ist dann gleichfalls direkt in CAD-Programmen verfügbar. Er ist dann zwar vielleicht nicht in allen Details bearbeitbar, weil derartige Aktivitäten dem PDF nicht inhärent sind, aber immerhin gibt es etwas zu sehen.

Ob es dagegen 2026 auch bei den Messengern etwas zu sehen gibt, was über den Tellerrand der jeweiligen Applikation hinausreicht, steht dagegen noch in den Sternen. Aber noch ist ja Zeit. Für die Anbieter, etwas anzubieten. Und für die Anwender, die Sterne zu beobachten.



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Die CAFM-News präsentieren die Zahl der Woche in Zusammenarbeit mit der WINGS-Fernstudium an der Hochschule Wismar im Fernstudiengang Master Facility Management und ihrem Dozenten Ralf Rieckhof, im Hauptberuf Consultant bei der pit-cup GmbH.

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