CAFM-Zahl der Woche: 2

CAFM-Zahl der Woche: 2  - CAFM-News
Die CAFM-Zahl der Woche ist die 2 für die tolle CO2-Kompensation, die sich Shell ausgedacht hat

 

CAFM-NEWS – Die CAFM-Zahl dieser Woche ist die 2. Denn der Mineralölkonzern Shell hilft Flottenbetreibern, ihre CO2-Emissionen zu kompensieren. Der Trick ist allerdings nicht, dass Shell das Konzern-Börse öffnet und ein paar Cent pro Liter an die WWW (Welt-Weiten-Waldpflanzer) spendet. Stattdessen erwirbt Shell eine CO2-Kompensation, die aus dem konkreten Treibstoffverkauf der jeweiligen Flottenbetreiber hochgerechnet wird, und stellt die Kompensations-Summe dem ökologisch engagierten Flottenbetreiber zum Jahresende in Rechnung. Coole Nummer? Oder doch bloß Greenwashing?

Generell gilt ja bekanntlich: Wenn Mineralölkonzerne etwas für die Umwelt tun, ist immer Vorsicht geboten. Denn das beste, was Mineralölkonzerne können, ist, Mineralöl zu fördern und zu verkaufen – beides keine Aktivitäten, die eine blühende Ökobilanz versprechen, sondern allenfalls eine, die seltsame Blüten treibt.

Auf der anderen Seite ist natürlich zu bedenken, dass es nun überhaupt erstmals möglich ist, sich als Flottenfahrer leidenschaftlich dem ökoneutralen Bleifuß hinzugeben. Statt bisher „trittst’e drauf, machts’e Rauch“ gilt jetzt für teilnehmende Shell-Fahrer „Tust’e rasen, planz ich Rasen“. Die Fahrer finden das Normal. Die Flottenbetreiber finden das Super. Und Shell findet das Super plus.

Aber – und auch das gilt es in die Waagschale zu werfen – könnte Shell natürlich auch selber noch viel ökiger werden. Zum Beispiel ließen sich Shell-Tankstellen mit Solar-Zellen ausstatten, um den Treibstoff ökoneutral in die Autos zu tanken. Geht natürlich nicht so einfach, weil die Tankstellenbetreiber das ganze im Franchising tun und morgen schon Aral heißen könnten. Das fänden dann die Shareholder von Shell nicht gar so knorke, zumal auch nicht alle von diesen gebrauchte Solarzellen auf ihr eigenes Dach schrauben würden, so als Kompensations-Fail-Kompensation.

Blieben die Ölfelder und Fördertürme von Shell. Da könnte man auf jeden Fall Solarzellen dranschrauben. Und auch Geothermie wäre eine Überlegung wert, wo sie doch eh schon so tief bohren. Und die Abfackelei ließe sich mit einem Wärmetauscher auch noch nutzbringend verwerten. Theoretisch zumindest. Denn weil die Bohrinseln so weit draußen und die Solarzellen nur im Sommer und vielleicht noch mögliche Windräder nur manchmal… – nene, das ist dann doch nix.

Daher der folgende Rat: Am besten ist, wir tanken bei Shell unsere Autos, Boote und

Und wenn wir das dann alle brav tun? Engagiert sich Shell wahrscheinlich mittels eines Subunternehmens erstmalig in die Forstwirtschaft – denn dann geht kein Euro verloren.

 



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Abbildungen: CAFM-News




Die CAFM-News präsentieren die Zahl der Woche in Zusammenarbeit mit dem Studiengang Technisches Facility Management am Fachbereich Duales Studium der HWR Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin und ihrem Dozenten Ralf Rieckhof, im Hauptberuf Consultant bei pit-cup




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