CAFM-Zahl der Woche: 19

Die CAFM-Zahl der Woche ist die 19 für 19 Verbände, die sich gegen die Nutzung von Microsoft-Produkten in der Bildungslandschaft ausgesprochen haben
Die CAFM-Zahl der Woche ist die 19 für 19 Verbände, die sich gegen die Nutzung von Microsoft-Produkten in der Bildungslandschaft ausgesprochen haben

CAFM-NEWS – Die CAFM-Zahl dieser Woche ist die 19. Denn insgesamt 19 Organisationen sind der Ansicht, Open-Source Lösungen wie BBB, Moodle oder Nextcloud seien für den digitalen Unterricht vorteilhafter. Nun könnte man darüber sinnieren, ob die CAFM-News an so viele Schulen gelesen werden. Doch neben der Trias des Schülerglücks gibt es ja auch noch die anderen: Die Hochschulen und Universitäten.

Ralf Rieckhof, der diese Reihe seit Beginn an begleitet, hat da so seine Erfahrungen gemacht. Seine Erfahrung ist, dass diese Bildungseinrichtungen  vielfach auf Moodle und BBB setzen. Das flankiert er allerdings mit einer nicht ganz unwichtigen Frage: „Aber wer kann jeweils einen Betrieb auf dem eigenen IT-Rechenzentrum realisieren und ihn sich leisten?“

Da ist es, das Dilemma!

Welche Haupt-, Real-, Gesamtschule und welches Gymnasium kann den Betrieb gewährleisten? Oder welche Stadt und welcher Landkreis möchte für seine Schulen solch ein System in Betrieb nehmen? Und könnte das überhaupt? Nicht so sehr wegen der Hardware-, Installations- und Betriebskosten, sondern wegen des Personals. Denn um solch eine Plattform muss sich ja auch jemand mit entsprechendem Know-how kümmern, und das im Ernstfall sofort. Können und wollen sich das Kommunen leisten? Oder Schulen selbst?

Diese Frage führt dann zu Entscheidungen, die Datenschützer auf die Barrikaden bringen: Microsoft. Das ist zwar noch besser als What’sApp oder Facebook (was im Kern dasselbe ist), aber während letzteres freiwillig zur Datenspende benutzt wird, wäre ersteres ein staatlich verordneter Aderlass der Privatsphäre. So zumindest die Argumentation.
 
Was also tun in der Zwickmühle?
 
Was die Hochschulen betrifft, hat Ralf Rieckhof übrigens dank seiner vielfältigen Lehrtätigkeiten einen Eindruck gewonnen: „Meine Wahrnehmung ist, dass Hochschulen den Betrieb selber realisieren.“ Denen fällt das allerdings auch leichter, denn zum einen haben sie in aller Regel bereits ein Rechenzentrum mit entsprechendem Personal. Zum anderen gibt es vielen Hochschulen IT_Studiengänge, die es vereinfachen, Personal zu rekrutieren.
 
Und was hat das jetzt mit CAFM zu tun? Bedingt gar nichts, aber irgendwie doch ein bisschen. Denn zum einen brauchen auch CAFM-Anbieter gut ausgebildetes Personal. Und dann haben CAFM-Anbieter in der Regel auch ein bisschen was an Servern. Vielleicht muss es nicht gleich der Betrieb einer solchen Plattform sein. Aber falls Sie gerade eine Maschine ausmustern möchten, klopfen Sie doch mal bei der benachbarten Schule an ;-).
 
 
 
P.S.: Und falls Sie tatsächlich eine Bildungs-Einrichtung mit Open-Source Lehr- und Lernsoftware unterstützen möchten: BBB finden Sie hier.
 



Ihre CAFM-Zahl
Kennen Sie auch eine CAFM-Zahl, die Sie vorschlagen möchten? Schreiben Sie uns Ihre Zahl mit Begründung einfach in das Kommentarfeld unter diesem Artikel oder schicken Sie uns Ihren Vorschlag als E-Mail. Vielen Dank!



Abbildungen: CAFM-News




Die CAFM-News präsentieren die Zahl der Woche in Zusammenarbeit mit dem Studiengang Technisches Facility Management am Fachbereich Duales Studium der HWR Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin und ihrem Dozenten Ralf Rieckhof, im Hauptberuf Consultant bei pit-cup




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