CAFM-Zahl der Woche: 17

Die CAFM-Zahl der Woche ist die 17 für die 17 Srtunden Zeitverzögerung beim Test der deutschen Warn-App
Die CAFM-Zahl der Woche ist die 17 für die 17 Srtunden Zeitverzögerung beim Test der deutschen Warn-App

 

CAFM-NEWS – Die CAFM-Zahl dieser Woche ist die 17, wenn bis zu 17 Stunden Verzögerung hatte die deutsche Warn-App, als sie vor einigen Wochen die Bevölkerung vor einem hypothetischen Ungemach warnen sollte. „Is‘ doch schon Wochen her“, ließe sich jetzt berechtigt einwenden, am Kern-Dilemma ändert das aber nichts:

Das Land der Dichter und Denker scheint mit Blick auf IT noch immer in vielen Fällen genau das zu sein: Dichter und Denker. Hübsche Beschreibungen ausdenken und später rätseln, warum es nicht kl-app-t:

  • Warn-App
  • Corona-App
  • Nina-App

Ist für Deutschland der IT-Zug app-gefahren? Oder hakt es woanders?

Theoretisch sind deutsche IT’ler immerhin schon befähigt, funktionierende Lösungen bereit zu stellen. Und in vielen Bereichen klappt das auch, zum Beispiel bei CAFM :-).

Warum aber patzen manche genau da, wo alle zugucken und es besonders wichtig ist? Liegt es am Leistungsdruck? Oder an Lampenfieber? Oder daran, dass Moloche wie Telekom und SAP einfach viel zu riesig sind, um schlanke und agile Lösungen bereit zu stellen? Oder liegt es an nötigen Kompromissen? Oder an den Regularien und Regulierungen?

Zumindest mit Blick auf die Corona-App liegt es nah, zu vermuten, dass der ausgeprägte Datenschutz in den Erfolg grätschte und damit vor allem eines schützt: Das Virus.

Und dass die Sorge der Bürger, dem Staat zu viel von sich preiszugeben, bei allem Verständnis für den Wunsch nach intransparenter Privatsphäre  hysterisch wirkt, wenn gleichzeitig bei Facebook Protest gepostet, mit WhatsApp die Demo organisiert, bei Google nach Lösungen gesucht und bei Amazon die passende Protestliteratur nebst Widerstands-Werkzeug bestellt wird – diese Datenkraken sind nämlich viel gieriger als es die App je sein würde. Und dazu sind sie vollkommen unreguliert in ihrem ganz eigenen Ökosystemen tätig. Privatsphäre geht anderes.

Die Warn-App hatte dagegen ganz andere und eigentlich banale Probleme, die unter dem Sammelbegriff menschliches Versagen subsumiert werden können. Zum Beispiel? München hat keine Sirenen mehr, also müssen alle alle alle app-gewarnt werden. In manchen Gegenden starteten hilfreiche Hände eigenmächtig den Alarm und sorgten damit für eine Art Overflow-Error bei der ausführenden Instanz. Und dann haben wohl ein paar Verantwortliche einfach das getan, was mutmaßlich am besten vor dem eigenen Versagen schützt: app-gewartet.

Das Resultat kennen wir: Nachbessern müssen wir jetzt. Immerhin. Dann gibt wieder was zum (app-)dichten und denken. Schöner wär’s allerdings, wäre das schon vorher passiert…





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Abbildungen: CAFM-News




Die CAFM-News präsentieren die Zahl der Woche in Zusammenarbeit mit dem Studiengang Technisches Facility Management am Fachbereich Duales Studium der HWR Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin und ihrem Dozenten Ralf Rieckhof, im Hauptberuf Consultant bei pit-cup




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