Rot wie Blut: Spezielle Heizungs-Füllung senkt Energiekosten um bis zu 30 Prozent

Heizungsblut – der Name ist gewöhnungsbedürftig, aber die Wirkung der Flüssigkeit ist phänomenal: Das rote Nass spart rund 25 Prozent Heizenergie

Heizungsblut – der Name ist gewöhnungsbedürftig, aber die Wirkung der Flüssigkeit ist phänomenal: Das rote Nass spart rund 25 Prozent Heizenergie



CAFM-NEWS – Es ist rot wie Blut, wurde etwas martialisch Heizungsblut getauft und lässt – das ist die gute Nachricht – die Energie-Dienstleister zur Ader: Eine Flüssigkeit für Warmwasser-Anlagen hat das Zeug, den Umweltschutz zu beflügeln. Allerdings: Obwohl das Mittel seit 2013 auf dem Markt ist, kennt es kaum einer.

Erfunden hat die rote Wunderwaffe gegen überbordende Energie-Ausgaben der Chemiker Ersin Dinc. Mit Norbert Lübbcke gründete er die LMP Umweltprojekte in Hamburg, deren Akronym LMP für Liquid Master Products steht. Für Flüssigkeiten für mehr Umweltschutz.

Eine solche ist das so genannte Heizungsblut. Als Basis dient eine Glykol-Mischung, die mit weiteren Chemikalien angereichert ist. Das zusammen sorgt für weniger Korrosion und Ablagerungen im Heizungssystem und vor allem für eine deutlich verbesserte Wärmeaufnahme und -abgabe, was die Heizkosten signifikant senkt.

Getestet hat das unter anderem das Staatliche Forschungslabor für Heizungstechnik und Hydraulik im Berufsschulzentrum Eutin. In der auch filmisch dokumentierten Messung (ab Minute 2:14) offenbart das Mittelchen erstaunliche Eigenschaften: Im Direkt-Vergleich zwischen zwei identischen Heizungsanlagen war die spezielle Heizungs-Flüssgkeit rund ein Viertel der Zeit schneller aufgeheizt, als eine klassische Wasserfüllung.

Der Wert ist analog zu Einsparungen, die erste Nutzer von Heizungsblut auf ihren Energie-Rechnungen fanden: Rund ein Viertel geringer fielen die Ausgaben für Gas oder Öl aus, nachdem das rote Medium die Wasserfüllung ersetzen durfte.

Dazu zeigt die Glykol-Mischung noch andere positive Effekte: Die Heizungsanlage verkalkt nicht mehr, die Fließgeräusche sind wegen der besseren Wärmeabgabe in den Heizkörpern geringer, die Räume sind schneller warm und getauscht werden muss die Flüssigkeit erst nach zehn Jahren.

Dann allerdings schluckt mancher Kunde: Die Füllung für ein Einfamilienhaus mit rund 150 qm Grundfläche liegt bei etwa 1700 Euro, was allerdings die Spülung der Heizungsanlage und die weiteren Arbeiten mit einschließt.

Amortisiert hat sich die Ausgabe je nach Heizgebaren in der Regel nach drei bis fünf Jahren. Bleiben fünf bis sieben Jahre neues Plus auf dem Konto. Abgesehen von der längeren Standzeit der Heizungsanlage – was deren Hersteller übrigens das ganze Thema sehr kritisch angehen lässt. Nicht wirklich überraschend.

Übrigens ist die Flüssigkeit nicht bloß für den Hausgebrauch gedacht: Einer der ersten Kunden ist ein Hamburger Logistiker, der seine Lagerhallen mit Heizungsblut beheizt. Und auch in Kraftwerken und beliebigen anderen wärmeführenden Leitungssystemen entfaltet die Glykol-Mischung ihre sparende Wirkung. Komisch, dass nicht mehr Unternehmen, Kliniken, Verwaltungen und Wohnungsbau-Genossenschaften darauf setzen.

Weitere Informationen zu Heizungsblut gibt es bei LMP Umweltprojekte.


Abbildungen: LMP Umweltprojekte



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