Die CeBIT ist Geschichte – und die FM-INservFM-ServParc-Messe?

Geschichte: Die Deutsche Messe AG hat ihr einstiges Zugpferd CeBIT eingestampft

Geschichte: Die Deutsche Messe AG hat ihr einstiges Zugpferd CeBIT eingestampft



CAFM-NEWS – Die Deutsche Messe AG hat ihr einstiges Zugpferd CeBIT eingestampft. Das gaben die Niedersachsen gestern bekannt. Die Messe, die zu Hochzeiten mehr als 800.000 Besucher anzog, war mit zuletzt weniger als 200.000 Besuchern nicht mehr tragfähig, zumal auch die Ausstellerzahl zurück ging. Damit ist zugleich das Experiment der neuen CeBIT gescheitert, die dieses Jahr erstmals bis in Hannovers Innenstadt ausuferte, mehr Eventcharakter haben und ein jüngeres Publikum anziehen sollte. Die industrienahen Inhalte der CeBIT werden laut Deutscher Messe jetzt in die Hannover Messe Industrie integriert, für die weiteren Themen sollen alternative Lösungen gefunden werden.

Der Verlust der CeBIT ist für die CAFM-Branche nicht dramatisch. In all den Jahren waren nur sehr wenige der CAFM-Anbieter auf dem Hannover Messeparkett zu finden. Etwas anderes allerdings könnte die CAFM’ler aufhorchen lassen – und nicht nur sie:

Ein geändertes Messekonzept und ein neuer Fokus auf Event-Formate rettet offenkundig nicht immer eine Messe, auch keine alteingesessene.

Das ist auch mit Blick auf die ServParc interessant, denn viele CAFM-Häuser sind noch unschlüssig, was sie überhaupt von der Nachfolgerin von FM-Messe und INservFM halten sollen. Wo sie sich dort einbringen können. Und ob sie überhaupt gefragt sind.

Das zumindest kristallisierte sich am Rande der BIM World Munich heraus, auf der Dienstag und Mittwoch zwölf der Hersteller ihr Können zeigten. Im Zuge der Presse-Gespräche über CAFM und BIM tauchte auf vielen Ständen auch die Frage auf, was denn nun mit der ServParc sei und ob sie sich überhaupt lohne.

Tenor der grübelnden Software-Anbieter: Mal gucken – und erstmal nicht ausstellen. Das wäre für die ServParc ein misslicher Umstand. Immerhin machten die Software-Häuser in den vergangenen Jahren rund ein Viertel der Aussteller in Frankfurt aus und belegten auch rund ein Viertel der Ausstellungsfläche. Die Zusammensetzung des Aussteller-Beirats für die ServParc lässt allerdings einen anderen Stellenwert vermuten: Notgedrungen geduldet und symbolisch abgespeist.

Immerhin ist noch ein gutes halbes Jahr Zeit, um nachzudenken. Auf Seiten der CAFM-Hersteller, ob ein Testballon mit gelabeltem Sofa oder Präsentations-Insel nicht doch eine Idee ist. Und auf Veranstalter-Seite, ob es nicht endlich an der Zeit wäre, sich intensiver um die Kundengruppe CAFM zu kümmern – denn die fühlen sich nach wie vor nicht angesprochen, im übertragenen wie im wörtlichen Sinne.

Sonst kann der teutonische Messe-Totengräber bald den nächsten Sarg zimmern. Und das wäre doch schade, oder?



Abbildungen: CeBIT



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