CAFM-Zahl der Woche: 2025

Die CAFM-Zahl der Woche ist die 2025 für die Frage, wo BIM im jenem Jahr stehen wird

Die CAFM-Zahl der Woche ist die 2025 für die Frage, wo BIM im jenem Jahr stehen wird



CAFM-NEWS – Die CAFM-Zahl dieser Woche ist die 2025. Sie steht für das gleichnamige Jahr, das uns in gar nicht so ferner Zukunft zur Gegenwart wird. Warum das wichtig ist? Weil sich daran die Frage knüpft: Wie steht es mit BIM nach 2025? Genau diese Frage hat die Unternehmensberatung Dr. Wieselhuber & Partner gestellt und die Ergebnisse in einer Studie zusammen gefasst.

Interessant an dem 52-seitigen Papier sind die „Impulse für den strategischen Umgang mit BIM im Kontext der Digitalisierung“, die zugleich einen „Ausblick auf die Wertschöpfungskette Bau 2025+“ liefern. Das ist Worthülsen-Gefeuer? Ein bisschen, wie in Studien üblich. Daher fassen wir die zentralen Punkte hier kurz zusammen:

  • Investoren und Bauherren fordern mit Blick auf die TCO den Einsatz von BIM und setzen frühzeitig auf weit fortgeschrittene Kostenmodelle
  • Architekten erhalten neue Gestaltungslösungen, bekommen aber Effizienz ins Lastenheft geschrieben, weshalb KI in den Gestaltungs-Prozess eingebunden werden wird
  • Fachplaner können frühzeitig thermische, akustische und statische Simulationen durchführen, zugleich steigt die Effizienz auch hier
  • Hersteller werden Teil der Planungsteams, Objekte werden direkt von ihnen geliefert, auch individuelle Fertigung ist leichter möglich, dazu werden virtuelle Ausstellungsräume zum Standard
  • Großhandel/Fachhandel werden Umsätze einbüßen zugunsten von Handelsportalen mit Anbindung an die frühe Spezifikation durch die Fachplaner; einige Händler spezialisieren sich auf die logistische Betreuung von Baustellen als neues Geschäftsfeld
  • Bauunternehmen AR-Brillen machen die Arbeit leichter und reduzieren Fehler, repetitive Vorgänge werden zunehmend automatisiert, die Fertigstellung erfolgt rund 30 Prozent schneller, weil mehr vorgefertigte Teile eingebaut werden; Rahmenverträge mit Lieferanten und Verbünden werden üblicher
  • Plattformen stellen neben BIM-Daten auch Marktplätze bereit, die von etablierten und neuen Herstellern bespielt werden; sie bieten auf Basis ihres immensen Datenbestandes Optimierungs-Vorschläge an und verbessern die Kommunikation zwischen Außendienst, Planern und Verarbeitern.
  • Für alle wird die Zusammenarbeit im Netzwerk wichtiger, was die Rollen der Protagonisten verschiebt

Auffällig ist, dass ein Bereich vollkommen außen vor bleibt: CAFM oder die Lebensphase des Gebäudes. Da scheint sich in den Augen der Studienmacher nichts zu bewegen – was aber unwahrscheinlich ist. Daher noch ein paar Ergänzungen:

  • Datenmodelle für BIM werden bereits in der Planungsphase um Inhalte mit CAFM-Relevanz ergänzt
  • BIM-Manager werden zu BIM-CAFM-Manager
  • IFC-Kennzeichnungen werden spezifisch erweitert werden, um den Datentransfer von BIM- in CAFM-Software zu erleichtern
  • CAFM-Hersteller werden Schnittstellen zu etablierten BIM-Systemen anbieten, die vollumfänglich bidirektional zu nutzen sein werden
  • BIM-Hersteller werden zum Teil versuchen, CAFM-Prozesse in ihre Software zu integrieren, aber nicht die Tiefe etablierter CAFM-Lösungen erreichen
  • Investoren/Bauherren werden verstärkt auf Berater mit BIM- und CAFM-Kompetenz zurückgreifen
  • BIM-Modelle werden zur Berechnung der erwartbaren Betriebskosten einer Immobilie herangezogen und diese Werte werden erste Benchmarks für den späteren CAFM-begleiteten Betrieb liefern

Natürlich kann es auch sein, dass es anders kommt. Glaskugeln – auch solche mit statistischem Unterbau – pflegen gemeinhin nicht als der Gral der Zuverlässigkeit zu gelten.

Also: Falls Sie auch ein bisschen spekulieren mögen – nur zu. In den Kommentaren ist ausreichend Platz für Ihre Meinung!





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Abbildungen: CAFM-News




Die CAFM-News präsentieren die Zahl der Woche in Zusammenarbeit mit dem Studiengang Technisches Facility Management am Fachbereich Duales Studium der HWR Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin und ihrem Dozenten Ralf Rieckhof, im Hauptberuf Consultant und Leiter Marketing bei pit-cup




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