+BIM: GEFMA 444 jetzt mit 15 Katalogen

Das Thema BIM ist bei allen GEFMA 444 zertifizierten CAFM-Softwareprodukten noch eine offene Flanke

Das Thema BIM ist bei allen GEFMA 444 zertifizierten CAFM-Softwareprodukten derzeit noch eine offene Flanke



CAFM-NEWS – Die GEFMA hat ihre CAFM-Zertifikation GEFMA 444 um einen 15. Katalog erweitert. Der Kriterien-Katalog BIM-Datenverarbeitung ergänzt ab sofort das Anforderungsprofil der Richtlinie an Software-Lösungen für das Gebäudemanagement. Auch im Kontext des Services hat die GEFMA erweitert. Zukünftig können Software-Hersteller ihre Produkte für einzelne Kataloge nachzertifizieren lassen.

Mit der Erweiterung der GEFMA Richtlinie 444 um den Aspekt Building Information Modeling will der deutsch FM-Verband der wachsenden Relevanz von BIM auch mit Blick auf das Facility Management Rechnung zu tragen.

Geprüft wird unter anderem die Im- und Export-Fähigkeit einer CAFM-Software über die IFC-Schnittstelle. Auch schauen die Prüfer beispielsweise, ob ein Geschossplan mit Detailinformationen aus einem BIM-Modell in das CAFM- System überführt werden kann oder ob es möglich ist, auch Ausstattung wie technische Anlagen, Möbel und anderes einschließlich wichtiger Merkmalen wie Hersteller oder technische Daten in das CAFM-System zu übernehmen.

Aktuell werben erst eine Handvoll Hersteller mit BIM-Fähigkeiten. Dazu gehören Archibus, IMS, N+P sowie pit-cup. Allerdings bedeutet hierbei BIM nicht in allen Fällen IFC-Konformität.

Interessant für einige Hersteller dürfte auch die neu eingeführte so genannte Erweiterungszertifizierung im Kontext der GEFMA 444 sein. Mit ihr ist es möglich, nach bereits erfolgter Zertifizierung die jeweilige Software für weitere Kataloge zertifizieren zu lassen. Das kann sinnvoll sein, wenn die CAFM-Software neue Funktionen bekommt, die zum Zeitpunkt der ursprünglichen Zertifizierung noch in der Entwicklung waren und die Re-Zertifizierung nicht in unmittelbarer Nähe ist.

Insgesamt umfasst die Zertifizierung nach der Richtlinie GEFMA 444 für Computer gestütztes Facility Management die folgenden Kriterien-Kataloge:

  1. Basiskatalog
  2. Flächenmanagement
  3. Instandhaltungsmanagement
  4. Inventarmanagement
  5. Reinigungsmanagement
  6. Raum- und Asset-Reservierung
  7. Schließanlagenmanagement
  8. Umzugsmanagement
  9. Vermietungsmanagement
  10. Energiecontrolling
  11. Sicherheit und Arbeitsschutz
  12. Umweltschutzmanagement
  13. Help- und Service-Desk
  14. Budgetmanagement und Kostenverfolgung
  15. BIM-Datenverarbeitung

Basiskatalog, Flächenmanagement und Instandhaltungsmanagement sind als Mindestkriterien verpflichtend, um das Zertifikat GEFMA 444 für eine CAFM-Software zu erhalten.

Aktuell listet die GEFMA auf ihrer Website 22 Hersteller als zertifiziert, wobei nicht jeder Hersteller alle Kataloge abdeckt, wie die GEFMA 444-Übersicht vom März 2018 zeigt.

Ebenso zeigt sie, dass insgesamt zwölf Hersteller ihre Software bereits jetzt respektive in Kürze einleiten könnten. Es sind Archibus, eTask, Eusis, iffm, IMS, Keßler, KeyLogic, Loy & Hutz, mohnke (m), N+P, Planon und Planon Conject.



Abbildungen: GEFMA; Montage: CAFM-News



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